Max Huus

Authentisch schnörkellos robust – Usedomer Tradition.

Liebe Gäste im Max Huus,

als ich im Jahr 2002 das Haus meines Großvaters nach längerer Zeit wiedersehe, ist mein erster Gedanke: ‚Niemals werde ich mir diesen Klotz ans Bein binden.‘

Frische Luft macht frische Lust auf frisches Leben.

Frei Durchatmen.

Dann nehme ich mir Zeit und einen fachkundigen Architekten. In der Ruine kommen einmalige Details zum Vorschein. Mein Architekt macht mich auf den außergewöhnlichen Glockenschornstein aufmerksam. Das ordentliche Fundament könnte einen Neuaufbau sehr gut durch die nächsten 500 Jahre tragen. Das Balkenwerk ist in großen Teilen gut erhalten, das Mauerwerk robust und stabil. Mit ein bisschen Sorgfalt und Liebe zum Detail … ein Plan entsteht.

Seit Jahrhunderten unverändert – Fischerdorfidyll in typischem Blau.

Herbst. Igel wandern unter dem hundertjährigen Birnbaum. In der Ruhe von Warthe lerne ich die Menschen kennen. Die Nachbarn, die Insulaner. Und ihre Geschichten, die auch meine sind. Ich erinnere mich an meinen Großvater, Max Räsch, der hier bis ins hohe Alter lebte.

Das heute schnell dahin gesagte Wort „Generationenbewusstsein“ wird an diesem Ort sinnbildlich. In behutsamer Arbeitsweise tragen traditionelle Gewerke ab, was die Zeiten zu schwer beschädigt haben und füllen Lücken wieder auf. Mit Sinn und Sensibilität für die Geschichte, die das Haus in seiner Umgebung trägt.

Es wird behauptet, Usedom stünde in der Zeit still. (Das stimmt. Mitunter.)

In der gesamten Baugestaltung wird auf jeglichen Schnörkel verzichtet, Wände strahlen heute in traditionellen Farben, die zum Teil von Spezialisten mit Originalmaterialien angerührt wurden. Wenige Hausteile, die sich nicht restaurieren lassen, wurden durch moderne Materialien ersetzt oder ergänzt.

Das Max Huus ist heute ein Urlaubsort für Gäste, die ich persönlich kenne oder kennen lerne. Der Ort eignet sich, um einmal komplett aus dem Alltag auszusteigen. Dabei erleben Gäste manchmal diesen Moment, in dem die Zeit zwischen zwei Atemzügen still zu stehen scheint. Tiefenentspannung.

Die belebteren Umgebungen des Max Huus lassen sich in Tagesausflügen mit dem Fahrrad erreichen – Usedom ist voll von Sehenswürdigkeiten und bietet neben in Museen versammelter Rückschau in die zivile Geschichte auch Einblicke in geologische Entwicklungen der Insel. (Für größere Einkäufe fährt man etwa 20 Minuten mit dem Auto.)

Einatmen, Ausatmen, Entspannen. Endlich mal wieder ein Tag, der 24 Stunden hat.

Erfahrungsgemäß kommen Gäste im Max Huus relativ schnell an, wollen aber nicht mehr weg. Eine Woche Zeit einzuplanen, ist gut voraus gedacht.

Herzlich willkommen, Peter Räsch (Urenkel)